| Erstellt am: 27.06.2000 Stand: 28.11.2004 |
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| Nachdem ich lange Zeit die Entwicklung digitaler Kameras verfolgt habe, (Auflösung, Speicherkapazität, Stromverbrauch etc. haben sich in der letzten Zeit deutlich verbessert), habe ich mir nun eine SONY DSC-F505 Cyber-shot gekauft. Die Kamera hat ein 5-fach optisches Zoom-Objektiv von Carl Zeiss und verschiedene Auflösungen bis maximal 1600 x 1200 Pixel. Auf den 64MB Memorystick passen in der Auflösung 1600x1200 ca. 120, in der Auflösung 1024x768 ca. 230 Aufnahmen. |
Bei der Luftbildfotografie mit dem KAP-Rigg
1 und der Olympus AF1 auf normalem Film fällt sehr viel
Ausschuss an. Man muß also ein Fotolabor finden, bei dem man nur
die Aufnahmen nehmen muss, die man gebrauchen kann. Durch die
digitale Kamera kann man nach dem Flug die schlechten Aufnahmen
sofort löschen. Außerdem braucht man nicht mehr zu überlegen,
ob man vielleicht noch ein paarmal mehr auf den Auslöser drücken
soll oder nicht. Bei einer digitalen Kamera entstehen für ein
Bild ja keine Kosten. Verpatzte Aufnahmeserien gehören somit der
Vergangenheit an.
Der einzige Nachteil ist, das die Spannung durch das Warten auf
die Filmentwicklung entfällt :-). Jedoch erhält man erst auf
dem Monitor des Computers einen richtigen Eindruck der gemachten
Bilder, sodass doch immer noch eine gewisse Spannung besteht, die
Bilder im großen Format zu sehen.
Das KAP - Rigg 2 wurde für die Verwendung mit der
Digitalkamera Cyber-shot DCS-F505 von Sony gebaut.
Es ermöglicht die ferngesteuerte Drehung, Neigung und Auslösung
der Kamera.
Die Kamera ist mit einem Timer ausgestattet, der die Kamera
nach 3 Minuten ausschaltet, wenn sie nicht bedient wird. Zuerst
hatte ich Bedenken, das nach dem Start bis zur ersten Aufnahme
diese Zeit überschritten wird und die Kamera abschaltet. Da man
jedoch bei einer Digitalkamera genügend Aufnahmen zur Verfügung
hat, die ja auch nichts kosten, stellt dies kein Problem dar. Ich
löse die Kamera einfach einige Male aus, sodass diese Zeit nicht
überschritten wird.
Die Stromversorgung der Kamera erfolgt ausschließlich über
Li-Ion-Akkus mit einer Spannung von 3,6V und einer Energiemenge
von 4,1 Wh. Schaltet man das Display der Kamera während des
Fluges aus, so ergeben sich Laufzeiten von ca. 70 Minuten.
Der Auslösevorgang von Hand läuft folgendermaßen ab: Auslöser
leicht andrücken. Die Kamera misst das Objekt an und stellt die
Belichtung, sowie die Entfernung automatisch ein. Nach einger
Zeit erfolgt ein Signalton und ein Symbol, der Auslöser kann
durchgedrückt werden, die Kamera löst aus. Bei jeder Auslösung
wird immer wieder die richtige Entfernungseinstellung gesucht.
Dies dauert einige Sekunden und führt zu einer Auslöseverzögerung.
Mit der Außlösung über ein Servo habe ich einige
Schwierigkeiten. Man kann ja den Auslöser nur schlecht leicht
andrücken und auf ein akustisches Signal achten. Manchmal betätige
ich den Auslöser an der Fernsteuerung für mehrere Sekunden und
die Kamera löst nicht aus. Ich muss dann den Auslöser wieder
zurücknehmen und es erneut versuchen.
Ich schalte daher den Autofocus der Kamera ab und stelle die
Entfernung auf unendlich. Dadurch löst die Kamera wesentlich
schneller und leichter aus.
| Vor jedem Start aktiviere ich den Blitz
und stelle diesen auf Zwangsblitz, sodass er, unabhängig
von den Lichtverhältnissen, bei jeder Aufnahme blitzt.
Daduch habe ich, zumindest bei den Aufnahmen, bei denen
ich den Blitz vom Boden aus sehen kann, eine Kontrolle über
die erfolgte Auslösung. Nach einer Aufnahme warte ich
dann mindestens 15 Sekunden bevor ich erneut auslöse,
damit sich der Blitz wieder aufladen kann. |
Nachdem ich die Kamera zum ersten Mal in die Luft gelassen
hatte, und mir voller Erwartung die ersten Aufnahmen ansah,
stellte ich fest, dass alle verwackelt waren. Die Kamera benuzt
eine Programmautomatik, und da an diesem Tag die Sonne nicht
schien, hatte die Kameraautomatic eine relativ lange Verschlußzeit
eingestellt.
Viele Dinge, die beachtet werden müssen. Damit ich beim Hochlassen der Kamera an alles denke, habe ich mir eine kleine Checkliste angefertigt:
Beachtet man die oben aufgeführten Dinge, so fertigt die
Digitalkamera hervorragende Aufnahmen an. Die Auflösung beträgt
maximal 1600 x 1200 Bildpunkte bei einer Farbtiefe von 24 Bit.
Dies ergibt, rein rechnerisch, eine Dateigrösse von ca. 5,6
MByte je Aufnahme. Da bei so großen Dateien das Speichermedium
sehr schnell voll wäre führt die Kamera eine Kompression nach
JPEG in den Qualitäten normal und fein durch. Hierdurch ergeben
sich in der Qualitätsstufe "fein", Bilder mit Dateigrößen
von ca. 350 bis 750kByte, die eine gute Qualität aufweisen. Auf
einen 64 MByte Memoristick passen somit ca. 120 Bilder in der
besten Qualitätsstufe.
Diese Dateigrößen sind natürlich für eine Darstellung im
Internet viel zu groß. Ich verkleinere die Aufnahmen daher auf
eine Höhe von 400 Punkten mit einer weiteren JPEG-Kompression.
Auserdem kann man mit der Kamera kleine Video-Clips mit einer max.
Auflösung von 320 x 240 Punkten und 15 sec. Dauer aufnehmen.
Auf den folgenden Aufnahmen sind einige unveränderte
Bilder in der Originalqualität der Kamera und ein Video-Clip zu
sehen.
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Pilsumer Leuchtturm in Originalauflösung der Kamera 1024 x 768, 287 kByte Pilsum 02.06.2000 Drachen: Flowform Wind: ca. 6,5m/s Kamera: SONY DSC-F505 Cyber-shot, 1024 x 768 fine |
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Strand auf
der Nordseeinsel Langeoog in Originalauflösung der Kamera Im Bild auch einer meiner Drachen. 1600 x 1200, 341 kByte Langeoog 24.07.2000 Drachen: 1,7m Hexagon Wind: ca. 3,5m/s Kamera: SONY DSC-F505 Cyber-shot, 1600 x 1200 fine |
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Strandkörbe
auf der Nordseeinsel Langeoog Video-Clip beim Start und aufsteigenden
Drachen |
Links zu anderen KAPern und mehr findet Ihr in meinem Surfers Guide.
Für Fragen, Anregungen oder Erfahrungsaustausch stehe ich gerne zur Verfügung.
Über einen Eintrag in meinem Gästebuch würde ich mich sehr freuen.
Manfred
http://KAP-Man.de
Manfred