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Erstellt am: 25.12.2002 Stand: 29.05.2005 |
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Eine von KAP-Neulingen immer wieder gestellte Frage ist die nach der Aufhängung des Rigs und der Funktion des Drehmechanismus. Ich will hier die mir bekannten Möglichkeiten beschreiben und anhand von Detailfotos versuchen die Variante, die ich auch bei meinem Rig#1 und Rig#4 gewählt habe etwas näher zu erläutern.
Mehrere Möglichkeiten um ein KAP Rig zu drehen:
Zunächst einmal gibt es mehrere Möglichkeiten ein KAP-Rig
zu drehen. Diese Varianten haben alle ihre Vor- bzw. Nachteile,
so das man selber entscheiden muss für welche Lösung man sich
je nach Einsatzzweck und technischen Möglichkeiten entscheidet:
Variante 1:
Endlosrotation mit umgebautem Servo:
In einem handelsüblichen Servo wird der Endanschlag ausgebaut (Achtung, nicht alle
lassen sich umbauen) und das Rückkopplungspotentiometer
durch Festwiderstände ersetzt. Hierbei benutzt der KAPer am
Sender zwei Tasten oder den Steuerknüppel um das Rig zu drehen.
Das Rig dreht sich so lange wie der Befehl dazu gegeben wird. Lässt
man den Knopf oder Knüppel los, bleibt es in der gerade
eingenommen Stellung stehen.
Vorteil: Die Rotationsgeschwindigkeit ist relativ langsam
und kann über die Wahl der Widerstände im Servo eingestellt
werden. Dadurch ist eine langsame, gleichmässige und ruckfreie
Rotation des Rigs ist möglich.
Nachteil: Die Stellung des Rigs, also die Richtung in die
die Kamera guckt, ist nicht an der Stellung des Knüppels oder
irgendwelcher Knöpfe am Sender zu erkennen. Es muss also immer
Sichtkontakt zum Rig bestehen (geringe Flughöhe) oder das
Kamerabild wird mit einer Videoübertragung zum KAPer gesendet.
Variante 2:
Endlosrotation mit Elektromotor und Getriebe:
Ein kleiner Elektromotor wird mit einem Getriebe versehen
und treibt dann die Rotationsachse des Rigs an. Hierbei benutzt
der KAPer, genauso wie bei der Endlosrotation mit einem
umgebautem Servo, am Sender zwei Tasten oder einen Steuerknüppel
um das Rig zu drehen. Das Rig dreht sich so lange wie der Befehl
dazu gegeben wird. Lässt man den Knopf oder Knüppel los, bleibt
es in der gerade eingenommen Stellung stehen.
Vorteil: Jede Drehzahl lässt sich über ein
entsprechendes Getriebe erreichen. Dadurch ist eine langsame,
gleichmässige und ruckfreie Rotation des Rigs ist möglich.
Nachteil: Die Stellung des Rigs, also die Richtung in die
die Kamera guckt, ist nicht an der Stellung des Knüppels oder
irgendwelcher Knöpfe am Sender zu erkennen (siehe Variante 1).
Variante 3:
Servoantrieb mit umgebautem Servo und Zusatzgetriebe:
Dies ist meiner Meinung nach die aufwändigste aber auch
beste Art der Rotation. Die Rotation des Servos wird über ein
nachgeschaltetes Getriebe verlangsamt und auf 360 Grad erweitert.
Damit das Rückkopplungspotentiometer des Servos die richtige
Stellung des Rigs erkennen kann, muss das interne Poti durch ein
externes Poti im externen Getriebe ersetzt werden. Das Rig wird
dann über einen Steuerknüppel oder einen Drehknopf am Sender
bewegt.
Vorteil: Die Richtung, in die die Kamera schaut ist abhängig
von der Stellung des Knüppels oder Knopfes am Sender. Man kann
sich also am Sender Markierungen anbringen und weis dann, auch
wenn man es mit dem Auge nicht mehr erkennen kann, in welche
Richtung das Rig mit der Kamera guckt.
Die Drehbewegung kann durch das Getriebe sehr langsam und gleichmässig
erfolgen. Das Drehmoment des Getriebes steigt mit der
Untersetzung. Es können also auch grössere Rigs, z.B. mit Spiegelreflex- oder sogar Grossformatkameras, bewegt werden.
Nachteil: Der Umbau ist aufwändig und bringt einiges an
zusätzlichem Gewicht.
Variante 4:
Servoantrieb mit normalem Servo und Zusatzgetriebe:
Der Drehwinkel des Servos wird mit einem nachgeschalteten
Getriebe auf 360 Grad erweitert.
Vorteil: Die Richtung, in die die Kamera schaut ist abhängig
von der Stellung des Knüppels oder Knopfes. Man kann sich also
am Sender Markierungen anbringen und weis dann, auch wenn man es
mit dem Auge nicht mehr erkennen kann, in welche Richtung das Rig
mit der Kamera guckt.
Nachteil: Es wird auf jeden fall ein Getriebe benötigt.
Die Drehzahl des Rigs erhöht sich um den Faktor 4, Das
Drehmoment wird um den Faktor 4 verringert.
Trotzdem ist diese Variante die einfachste und damit die am Häufigsten praktizierte. Am Servo selber braucht nichts umgebaut zu werden und der mechanische Aufwand sowie das zusätzliche Gewicht sind relativ gering. Aus diesem Grund habe ich diese Variante auch bei meinem Rig#1 und Rig#4 angewendet.
Wichtig ist, dass man sich immer im Klaren darüber ist, das an der Welle das gesamte Rig mit der Kamera hängt. Eine "Windige Konstruktion" kann den Verlust der Ausrüstung und Kamera sowie Personen- und Sachschaden nach sich ziehen. |
| Details zum Antrieb meines
Rig#1 Die Aufhängewelle des Rigs habe ich aus 10 mm Rundaluminium auf 5 mm Durchmesser abgedreht und unten einen Teller mit 10 mm Durchmesser stehen gelassen. Eine Kunststoffunterlegscheibe dient auf der Unterseite als Gleitlager. Als Halter für die Welle dient ein Aluminium-Vierkantrohr. Die Welle selber ist nicht speziell gelagert sondern steckt einfach nur in den Bohrungen des Rahmens. Das grosse Zahnrad hat 50, und das kleine Ritzel auf der Welle12 Zähne mit Modul 1.
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| Details zum Antrieb meines Rig#4: Das Prinzip des Antriebes ist das gleiche wie bei meinem ersten Rig. Die ganze Konstruktion ist jedoch wesentlich kleiner und leichter. Der Halter für die Welle besteht aus Aluminium Vierkantrohr, 10 x 10 mm, in das kleine Rotgusslager für die Stahlwelle eingeklebt sind. Da sich das grosse Zahnrad, mit ehemals 48 Zähnen, nur um 90 Grad dreht, ist der überflüssige Teil zur Gewichtseinsparung entfernt worden. Das kleine Ritzel, mit 12 Zähnen, habe ich knapp gebohrt und stramm auf die Welle gepresst. Kleine Längskerben an der Welle sorgen dafür, dass das Zahnrad auf der Welle nicht durchrutscht. Die verwendeten Zahnräder haben die Grösse Modul 0,8. Das ganze wird von einem Miniservo mit Metallgetriebe angetrieben. Wird nun das Drehservo betätigt, so dreht sich die Aufhängewelle um 360 Grad. Wenn das komplette Rig später an der Aufhängewelle hängt, dreht sich das gesamte Rig um diese Welle.
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Drehservo mit
Getriebe 4 : 1. Dadurch werden |
Der Halter für
die Welle besteht aus Aluminium |
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Die Messinghülse
dient lediglich als Verlängerung |
Das kleine Ritzel,
mit 12 Zähnen, habe ich knapp |
| Das Rig#4 hängt an der
Aufhängevorrichtung, dem Picavet#2: Die Welle des Rig steckt in der Hülse des Picavet#2 und ist mit einem Karosseriesplint gesichert. Dreht sich nun das Servo um 90 Grad, wird diese Bewegung durch das Getriebe auf 360 Grad übersetzt. Die Welle des Rig kann sich nicht mehr um die eigene Achse drehen, sondern das gesamte Rig dreht sich nun um die Welle. Damit nimmt die Kamera die gewünschte Blickrichtung ein.
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Die Welle des Rig ist mit einem Karosseriesplint
an der Hülse des Picavet befestigt. |
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Links zu meiner SONY P5:
Externe Stromversorgung der SONY P5 mit NiMh-Akkus.
Mein KAP-Rig # 4 für die SONY
Digitalkamera DSC-P5
Aufhängevorrichtung für das KAP-Rig, das Picavet
# 1
Kleine, leichte Aufhängevorrichtung für das KAP-Rig # 4,
mein Picavet # 2
Links zu anderen KAPern und mehr findet Ihr in meinem Surfers Guide.
Für Fragen, Anregungen oder Erfahrungsaustausch stehe ich gerne zur Verfügung.
Über einen Eintrag in meinem Gästebuch würde ich mich sehr freuen.
Manfred
http://KAP-Man.de
Manfred