Externe Stromversorgung der SONY DSC-P5 mit NiMh Akkus.

Erstellt am: 09.02.2002
Stand: 13.12.2004
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In einem früheren Artikel habe ich bereits die externe Stromversorgung der SONY Digitalkamera F505 beschrieben. Da ich beim KAPen den Blitz der Kamera als Auslösekontrolle ständig eingeschaltet lasse, wird der Akku der Kamera sehr stark belastet. Wie ich vermute, führt diese ständig hohe Belastung des Akkus dazu, dass die Lebenserwartung des Akkus stark abnimmt. Dies zeigte sich bei der F505 in einer drastisch abnehmenden Betriebszeit von zum Schluss ca. 20 Minuten gegenüber mehr als 60 min. bei einem neuen Akku. Um den kleinen Akku der SONY P5 nicht ebenfalls zu überlasten (Neupreis ca. 65,- Euro) habe ich für das Rig#4 eine externe Stromversorgung der Kamera vorgesehen.


Externe Stromversorgung der P5 mit dem SONY Netzteil:
Der Litium Ionen - Akku der SONY P5 mit 3,6V und 2,4 Wh wird in der Kamera geladen. Dazu wird das Lade- und Netzgerät über einen Stecker mit der Kamera verbunden. Über diesen zweipoligen Stecker ohne Datenleitung kann die Kamera ohne eingesetzten Akku auch von aussen mit Strom versorgt werden. Das Problem ist diesmal also nicht, wie bei der DSC F505, die Stamina-Elektronik, sondern der von SONY verwendete Stromversorgungsstecker. Eine entsprechende Anfrage bei SONY wurde damit abgetan, das SONY keine „Bastlerlösungen" vorsieht.
 
   

Die SONY P5 wird über einen zweipoligen
Stecker mit dem Netzteil verbunden.
Rechts der Akku NP-FC10
Kamera: Canon EOS D30


  Stecker:
Da also ein solcher Stecker nicht käuflich zu erwerben ist, habe ich mir selbst einen Stecker aus Acrylglas angefertigt. Die Kontaktstreifen bestehen aus zurechtgefeilten Messingstreifen einer alten Flachbatterie, die ich mit Kontaktkleber in die Nuten des Steckers eingeklebt habe.

Das Foto zeigt links den original SONY Stecker
und rechts meinen Nachbau.
Kamera: SONY P5

   
 

Die Kontaktstreifen aus Messingblech wurden
nach dem Anlöten der Leitungen in die Nuten
des Steckers geklebt
Kamera: SONY P5

 

Der selbstgefertigte Stromversorgungssecker
für die SONY P5 im Einsatz am KAP-Rig#4
Kamera: Canon EOS D30


  Akkus:
Ein erster Versuch mit drei kleinen und leichten NiMh – Zellen der Grösse AAA (Microzelle) mit 500 mAh, die ich zuvor schon mehrfach erfolgreich als Empfängerakku eingesetzt habe, ergab im Slideshow Mode leider nur eine Laufzeit von ca. 20 min. Im Kameramode liess sich die Kamera erst gar nicht einschalten. Die Zellen haben einen zu grossen Innenwiderstand und können daher den, beim Fotografieren auftretenden Strom, nicht liefern. Daher bin ich auf NiMh - Zellen der Grösse AA (Mignon) mit 1500 mAh umgestiegen. Diese Zellen können den hohen Strom ohne Probleme liefern.

Um zusätzlich Gewicht zu sparen verwende ich vier Zellen und versorge damit auch gleichzeitig den Fernsteuerempfänger und die Servos mit 4,8 V, so dass ein weiterer Akku für die Empfangsanlage entfallen kann. Eine Anzapfung bei drei Zellen (3,6V) führt auf die Stromversorgung der Kamera.

Vier NiMh Mignonzellen mit 1500 mAh liefern
eine Spannung von 4,8V. Eine Anzapfung bei
drei Zellen ergibt die 3,6 V für die Kamera.
Kamera: Canon EOS D30

 

Akkuwechsel:
Die vier Zellen, mit der Anzapfung bei 3,6V für die Kamera, sind in Schrumpfschlauch eingeschrumpft und werden mit Gummiringen (alter Fahrradschlauch) auf dem Rig#4 befestigt. Über einen dreipoligen Stecker erfolgt die Verbindung mit dem Rig. Dadurch lässt sich ein leerer Akku schnell auswechseln. Ganz links im Bild ist noch der Knebel des Schalters zu sehen.

Ladung:
Durch den Abgriff werden die drei Zellen, die sowohl die Kamera als auch die Empfängeranlage mit Strom versorgen, stärker entladen als die vierte Zelle. Eine schonende Ladung über 14 Stunden mit 150 mA gleicht diese ungleichmässige Entladung wieder aus. Eine Schnellladung würde hier zu einer Überladung der vierten Zelle führen, da diese nie ganz entladen wird.

 
   

Die Verbindung der Zellen mit dem Rig
erfolgt über einen dreipoligen Stecker.
Kamera: Canon EOS D30


Betriebszeit und Gewichte:
Der 3,6V Teil des Akkus für die Stromversorgung der Kamera hat eine Ladungsmenge von 5,4 Wh. In einigen Probeläufen mit der Empfangsanlage und der Kamera, habe ich mit diesem Akku eine Betriebszeit für die Kamera von ca. 2 Stunden, 30 Minuten erreicht. Nach dieser Zeit hatte die Kamera abgeschaltet, während die Empfangsanlage noch lange Zeit weiter funktioniert hatte.
Ein zweiter Akku lässt sich mit Hilfe der Steckvorrichtung schnell auswechseln. Die komplette Stromversorgung aus Akku mit vier Zellen und Steckvorrichtung wiegt 95 Gramm. Dafür wird jedoch der Original SONY-Akku in der Kamera mit 24 Gramm nicht benötigt und vor allen Dingen geschont.

 

Laufzeit der SONY P5 mit einigen Akkutypen im Kameramode ohne Display, ohne Blitz.

Akku Kapazität Spannung Ladungsmenge Laufzeit
3 Zellen NiMh 500 mAh 3,6V 1,8 Wh 20 min (nur Wiedergabe)
3 Zellen NC 750 mAh 3,6V 2,7 Wh 68 min
3 Zellen NIMh 1500 mAh 3,6V 5,4 Wh 149 min

Links zu meiner SONY P5:
Kleine, leichte Aufhängevorrichtung für das KAP-Rig # 4, mein Picavet # 2
Mein KAP-Rig # 4 für die SONY Digitalkamera DSC-P5
Aufhängevorrichtung für das KAP-Rig, das Picavet

Links zu SONY, anderen Kameraherstellern und mehr findet Ihr in meinem Surfers Guide.

Für Fragen Anregungen oder Erfahrungsaustausch stehe ich gerne zur Verfügung.

Über einen Eintrag in meinem Gästebuch würde ich mich sehr freuen.

Manfred
http://KAP-Man.de



Manfred