Bramme auf der Halde Schurenbach

Erstellt am: 16.05.2002
Stand: 10.02.2005
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Bramme als Landmarke auf der Halde Schurenbach in Essen

Bramme (links mit Graffiti) auf der Schurenbachhalde in Essen.
Im Hintergrund die Faultürme der Kläranlage Bottrop Wellheim.
07.10.2001 / ca. 13:00 Uhr
Kamera: SONY DSC F505

Ein weitereres Zeugnis der Industrielandschaft im Ruhrgebiet ist die Schurenbachhalde in Essen. Diese Halde ist aus Abraum der umliegenden Steinkohlebergwerke entstanden und 1995 als Landschaftsbauwerk fertiggestellt worden. Der amerikanische Künstler "Richard Serra" hat die Gestaltung der Haldenoberfläche als eine riesige, gewölbte, unbewachsene Oberfläche vorgesehen. Befindet man sich am höchsten Punkt dieser konvexen Oberfläche, so ist die weitere Umgebung der Halde hinter der Wölbung nicht mehr zu sehen und man hat den Eindruck, man befindet sich auf einer Mondlandschaft.

So karg die Oberfläche der Halde auch ist, um so grandioser ist die störungsfreie Rundumsicht auf die angrenzenden Städte des Ruhrgebietes mit der gemischten Industrie- und Stadtlandschaft: Oberhausen, Bottrop, Gladbeck, Gelsenkirchen Essen und mehr.


Schon von Weitem ist die Bramme (großes gewalztes Stück Stahl) auf der 50m hohen Schurenbachhalde zu sehen. Der Aufstieg zur Oberfläche und der Bramme geschieht entweder über serpentienenartige Wanderwege rund um die Halde, oder über die östliche Treppe mit über 250 Stufen.
   

Gegenlichtaufnahme:
Bramme auf der
Schurenbachhalde in Essen.
15.05.2002 / ca. 19:30 Uhr
Kamera: Canon D30

 

Ein Teil der Treppe auf die Halde
Schurenbach in Essen.
15.05.2002 / ca. 19:30 Uhr
Kamera: Canon D30

 

Planung der Schurenbachhalde
im Überblick.
21.05.2002 / ca. 17:00 Uhr
Kamera: Canon D30


Ist man nach dem Aufsteig erst mal oben auf dem Plateau angekommen tut sich vor einem die weite, unbewachsene Fläche der ellipsenförmigen Haldenoberfläche auf. Hier erstreckt sich ein unverstellter Panoramablick auf das Ruhrgebiet: Industrieanlagen, hochragende Türme, Zechensiedlungen, aber auch viel Grün.
- Leben und Arbeiten in der Region.

Im Hintergrund Zu sehen:
-Rhein-Herne-Kanal
-BUGA-Gelände
-Arena auf Schalke

   
  Im Hintergrund der Rhein-Herne-Kanal mit dem
BUGA-Gelände
auf der ehemaligen Zeche Nordstern
21.05.2002 / ca. 18:40 Uhr
Drachen: Ghost Buster
Wind: ca. 5 - 7m/s
Kamera: SONY P5

    Seit dem 10.11.1998 steht eine gigantische Skulptur genau im Mittelpunkt der ellipsenförmigen Haldenoberfläche: Die "Bramme für das Ruhrgebiet". 14,5 Meter hoch, 4,2 Meter breit und 13,5 Zentimeter dick ist die gewaltige Bramme aus rohem Stahl. Halde und Bramme bilden hier eine Einheit als Erinnerung an die Vergangenheit der Kohle- und Stahlproduktion in dieser Region.

Bramme auf der Schurenbachhalde
in Essen.
Steht man vor ihr, wirkt sie gewaltig.
15.05.2002 / ca. 18:30 Uhr
Drachen: Flow Form # 2
Wind: ca. 3,5 - 2 m/s
Kamera: SONY P5

 

Anhand der Sprays kann man die
Höhe der Bramme erahnen.
Links die BUGA-Brücke des
Nordsternparks.
Schurenbachhalde in Essen.
15.05.2002 / ca. 19:30 Uhr
Kamera: Canon D30

 

    Die 67 Tonnen Stahl der Bramme neigen sich um 3 Grad in Richtung Süden und scheinen in den Boden einzusinken. Steht man direkt davor, wirkt sie gewaltig. Komischerweise wurde die Bramme aus rohem Stahl nicht hier, in dieser ehemaligen Stahl- und Kohleregion gewalzt, sondern in `Creusot-Loire-Industries` in Frankreich, da es hier für solche Stahlplatten keine Fertigungsmöglichkeiten mehr gibt.

14,5 m hoch, 4,2 m breit
13,5 cm dick und 67 t schwer.
Bramme auf der Halde
Schurenbach in Essen.
15.05.2002 / ca. 19:30 Uhr
Kamera: Canon D30

 

Bramme in der Abendsonne.
Schurenbachhalde in Essen.
15.05.2002 / ca. 18:30 Uhr
Drachen: Flow Form # 2
Wind: ca. 3,5 - 2 m/s
Kamera: SONY P5

 

Hier oben auf der Halde habe ich beim KAPen mal wieder erfahren was Thermik ist (Ein ähnliches Erlebnis hatte ich beim Tetraeder in Bottrop). Der Wind wehte am Abend gegen 18:30 Uhr mit 3,5 bis 2 m/s sehr schwach und ich hatte schon meine Mühe die grosse Flowform#2 überhaupt zu starten. Nachdem ich sie dann das erste mal in der Luft hatte, kam gerade die Sonne wieder hinter einer Wolke hervor. Von der Sonne aufgeheizt hat sich schon nach wenigen Sekunden eine Tehrmikblase von der riesigen, schwarze Fläche gelöst und die Flowform, die ja für einen flachen Flugwinkel bekannt ist, stieg höher und höher. Zuletzt direkt über mir lies natürlich der Zug nach und der Drachen kippte seitlich weg um sich dann in einer normalen Fluglage wieder zu fangen.

   
 

Bramme auf der Schurenbachhalde in Essen.
15.05.2002 / ca. 18:30 Uhr
Drachen: Flow Form # 2, Wind: ca. 3,5 - 2 m/s
Kamera: SONY P5

   
 

Grössenvergleich.
Bramme und KAPer
21.05.2002 / ca. 18:40 Uhr
Drachen: Ghost Buster
Wind: ca. 5 - 7m/s
Kamera: SONY P5

 

Senkrechte Aufnahme aus ca.
3 m über der Bramme

21.05.2002 / ca. 18:50 Uhr
Drachen: Ghost Buster
Wind: ca. 5 - 7m/s
Kamera: SONY P5


   

Radfaher auf dem Plateau.
21.05.2002 / ca. 18:00 Uhr
Drachen: Ghost Buster
Wind: ca. 5 - 7m/s
Kamera: SONY P5

 

Freizeitspass mit dem Mountain-Bike
auf der Schurenbachhalde in Essen.
21.05.2002 / ca. 18:00 Uhr
Kamera: Canon D30

 

Viele haben sich hier an der
Bramme "verewigt".
Schurenbachhalde in Essen.
15.05.2002 / ca. 19:30 Uhr
Kamera: Canon D30


Links zu anderen KAPern und mehr findet Ihr in meinem Surfers Guide.

Für Fragen, Anregungen oder Erfahrungsaustausch stehe ich gerne zur Verfügung.

Über einen Eintrag in meinem Gästebuch würde ich mich sehr freuen.

Manfred
http://KAP-Man.de



Manfred