Bau meiner zweiten Flowform im Februar und März 2001
Teil 1: Vorbereiten der einzelnen Drachenteile
Teil 2: Zusammenbau
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Erstellt am: 11.03.2001
Stand: 30.01.2005
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Als Drachen für die Luftbildfotografie
kommen mehrere verschiedene Drachentypen in Betracht. Im
Moment bevorzuge ich stablose Flow-Form´s, da sie
einerseits ziemlich ruhig und stabil fliegen und zum
Anderen ein kleines Packmaß haben, da sie keine Stäbe
besitzen. Meine erste Flowform hat sich bisher ganz gut
bewährt, ist jedoch bei schwachem Wind im Binnenland
etwas zugschwach, so das ich mir eine größere Version
gebaut habe. |
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Meine Flow-Form mit
ca. 1,75 m²
Gebaut: 09/1999
Kamera: SONY DSC-F505 Cyber-shot,
1600x1200 fine |
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Meine Flow-Form#2 mit
ca. 3,2 m²
Gebaut: 03/2001
Kamera: SONY DSC-F505 Cyber-shot,
1600x1200 fine |
Baubeschreibung:
Informationsbeschaffung:
Meine erste Flowform (siehe "Meine
Drachen") habe ich nach Plänen von Harald
Prinzler gebaut (Viele Grüße von hier aus an Dich). Nachdem
diese FF gut flog, habe ich mich per e-Mail mit Harald in
Verbindung gesetzt. Er teilte mir mit, dass er eine geänderte
Version plant und diese demnächst auf seiner Webseite zu finden
ist. Also habe ich noch ein bisschen gewartet und mir dann die Maße
von Haralds Seite heruntergeladen.
http://members.aol.com/hprinzler1/ff03a.htm
Die Maße sind dabei auf 100 bezogen, so das man sie für den
eigenen Bedarf umrechnen muss. Dazu habe ich die Grundmaße in
eine EXCEL-Tabelle eingetragen, so das ich nur noch einen Vergrößerungsfaktor
angeben muß um alle Profil- Zellen- Waagemaße usw. in der
richtigen Größe zu erhalten. Ich habe eine Breite von 1,6 m bei
einer Länge von 2m gewählt. Dies ergibt eine Fläche von 3,2 m².
Design festlegen und im Maßstab 1 : 10
aufzeichnen
Für die neue FF habe ich zusammen mit meiner Frau ein
buntes und helles Design entworfen. (Die erste FF ist doch etwas
dunkel geraten). Um die Maße der einzelnen Stoffstücke
bestimmen zu können habe ich das Design im M 1:10 aufgezeichnet
und bunt gemalt. An dieser Zeichnung habe ich dann die ca. Maße
abgenommen.
Vorbereiten der einzelnen Drachenteile:
Die Parafolie besteht im Grunde genommen aus drei
verschiedenen Teilen: Der Unter- und Oberdecke, den Profilen und
den Kielen.
Unter- und Oberdecke:
Karomuster
Auf der Unter- und Oberdecke der FF ist ein Karomuster
zu sehen. Dieses Muster habe ich auch schon bei meiner älteren
Parafolie verwendet. Hier ist es besonders wichtig das man sehr
sorgfältig arbeitet, da sich bei den vielen Nähten alle Fehler
addieren und man dann einen verzogenen, welligen Karostreifen erhält,
durch den der Drachen nicht gerade schöner wird.
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Also habe ich 100 mm x 100 mm Karos auf
den Spinackerstoff aufgezeichnet und an allen Seiten eine
Nahtzugabe von 10 mm dazugegeben. Die fast 200 Karos habe
ich dann mit einem Cutter-Messer und einer Metallschiene
ausgeschnitten. |
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Anschließend habe ich immer zwei Stück
paarweise zusammengenäht. Dann wieder zwei von diesen
paaren, so daß ich immer Viererstreifen erhalten habe.
An dieser Stelle ist es wichtig, dass man nun die Nähte
auf der Innenseite versäubert. Danach wurden die
Viererstreifen nach und nach zu den erforderlichen Längen
für die Unter- und Oberdecke zusammengenäht. Danach
wieder versäubern. |
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Streifendesign
Die 150 mm breiten,
bunten Streifen habe ich jeweils mit einem 15 mm
schmalen, schwarzen Streifen abgesetzt. Auch hier habe
ich, wie fast überall, 10 mm Nahtzugabe zugegeben.
Nachdem ich die einzelnen Streifen zusammengenäht habe
wurden auch hier die innenligenden Nahtzugaben umgenäht
und so versäubert.
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Gelbe Restflächen:
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Die großen, gelben Flächen
habe ich direkt auf den Stoff aufgezeichnet und
ausgeschnitten. Da beim Nähen von solchen Drachen immer
mal kleine Maßabweichungen auftreten können, habe ich
die äußeren Stoffteile etwas größer gewählt und erst
nach dem Zusammennähen der fertigen Unter- bzw.
Oberdecke auf das Sollmaß plus 10 mm Nahtzugabe
zurechtgeschnitten.
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Profile:
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Die Maße des Profils habe ich mir auf
einen großen Papierbogen aufgezeichnet. Die Äußeren
Profile verlaufen von der Vorderkante des Drachens bis zu
Schleppkante. Nachdem ich diese Schablonen auf das
Spinnakertuch übertragen hatte, habe ich die
Profilschablone einkgekürzt, denn die inneren Profile
haben den gleichen Verlauf, gehen jedoch nicht bis zur
Hinterkante des Drachens sondern enden bei 1,2 m, so daß
man die gleiche, eingekürzte Schablone weiter verwenden
kann.
Nach dem Übertragen der Profilmaße auf den Stoff habe
ich oben und unten wieder 10 mm Naht und an der
Vorderkante 18 mm dazugegeben.
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In die Vorderkante der
Profile habe ich einen 10 mm breiten Dacronstreifen
eingenäht, damit hier eine größere Festigkeit
vorhanden ist und die einzelenn Zellen beim Start des
Drachens und bei Flaute nicht so schnell zusammenklappen.
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Kiele:
Von den Kielen gibt es zwei verschiedene. Die beiden Äußeren
verlaufen von der Vorderknante des Drachen bis zur Schleppkante.
Der innere Kiel ist nur so lang wie die inneren, eingekürzten
Profile. Bei mir also 1,2 m. Die Maße habe ich wiederum direkt
auf den Stoff gezeichnet.
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Die Spitzen der Kiele habe ich mit weißem
Dacronecken verstärkt. Diese Dacronecken habe ich mit
farbigem Sinnackertuch abgedeckt und mehrfach vernäht. |
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Oben, wo die Kiele mit dem Drachen vernäht
werden habe ich wieder 10 mm Nahtzugabe dazugegeben, an
der Vorder- und Hinterkante 18 mm. Hier habe ich wieder
einen 10 mm Dacronstreifen eingenäht, um die Zugkräfte
besser auf den Drachen übertragen zu können. |
Nachdem ich die Kiele
und Profile soweit vorbereitet habe, wurden die
sichtbaren Außenkantem mit schwarzem Spinnackerstreifen
eingefasst. Hierzu habe ich mir schon vor einigen Jahren
einen speziellen Saumfuß gekauft. Dieser Saumfuß war
nicht ganz billig (ca.90,- DM), macht sich aber allemal
bezahlt, da er den Stoffstreifen beim Zuführen selber
doppelt faltet und man nur noch "Gas zu geben
braucht". Wer selber schon zig Meter Drachenkante
von Hand eingefasst hat, weiss diesen Fuß zu schätzen.
Es macht immer wieder Spass damit zu arbeiten.
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Fertiger Kiel
mit verstärkten und eingefassten Kanten und verstärkter
Ecke.
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Applikation:
Mit einer Textverarbeitung habe ich mir ein paar Buchstaben in
der gewünschten Größe ausgedruckt und als Schablone verwendet.
Die Buchstaben wurden mit dem Lötkolben heiß ausgeschnitten.
Hierbei ist unbedingt auf eine gute Belüftung des Arbeitsraumes
zu achten!. Mit einem Textitkleber habe ich die Buchstaben
angeklebt und dann Stich für Stich auf die Unterdecke appliziert.
Weiter geht es mit Teil 2: Zusammenbau
Links zu anderen KAPern und mehr findet Ihr in meinem Surfers Guide.
Für Fragen, Anregungen oder Erfahrungsaustausch stehe ich
gerne zur Verfügung.
Über einen Eintrag in meinem Gästebuch
würde ich mich sehr freuen.
Manfred
http://KAP-Man.de
Manfred