Meine CANON A70 nach einem Absturz aus ca. 35 m Höhe.

Erstellt am: 31.08.2006
Stand: 28.10.2006
     

Am 27.08.2005 habe ich mit meinem Rig # 5 am Wasserturm in Oberhausen Luftaufnahmen gemacht. Dabei hat sich das Picavet von der Drachenleine gelöst und ist mit dem gesamten Rig aus ca. 35 m Höhe heruntergefallen.

Wie war es zu dem Absturz gekommen?
Zur Befestigung des Picavet an der Drachenleine habe ich seit dem Bau meines Rig # 4 mit der SONY P5 Gefrierbeutelverschlüsse benutzt.
Das Rig # 5 mit der CANON A70 ist 138 g schwerer als das Rig # 4.
Durch das Fischauge zum Anfertigen von Bubble-Panos kommen nocheinmal 250 g dazu.
Das Rig #5 mit dem Fischauge war also am 27.08.05 ca. 400 g schwerer als das Rig # 4 mit der SONY P5.

Der Wind hatte am 27.08. während der Anfertigung der Luftaufnahmen abgenommen und teilweise hatte ich eine richtige Flaute. Da nicht mehr genügend Zug vorhanden war, hing die Drachenschnur natürlich in einem grossen Bogen durch. Um dies zu vermeiden und die Leine wieder zu spannen habe ich fest an der Drachenleine gezogen. Dabei ist das ganze Rig natürlich wieder aufgestiegen. Die dabei auftretenden Beharrungskräfte des ca. 400 g schwereren Rig waren dabei so groß, das sich einer der beiden Gefrierbeutelverschlüsse von der Drachenleine gelöst hatte. Dadurch ist die Aufhängung an der Schnur des Picavet nach unten gerutscht und an den nun nach unten hängenden Gefrierbeutelverschluss angeschlagen. Dieser Schlag war so gross, das sich der zweite, noch an der Drachenleine hängende Verschluss sofort löste und die ganze Aufhängung nun im freien Fall auf den Boden stürzte.

Da ich die Rolle mit der Drachenschnur in der Hand hielt konnte ich natürlich nicht sofort zur Absturzstelle laufen, sondern musste erst den noch am Himmel stehenden Drachen bergen. Danach machte ich mich im hohen Gras auf die Suche nach der Kamera. Das Erste was ich fand war einer der Akkus und danach auch die Kamera. 


Meine CANON A70 nach dem Absturz aus ca. 35 m Höhe. Das Gehäuse ist aufgeplatzt und die Akkus aus dem Batteriefach herausgefallen.

Durch den aufgesetzten Objektivadapter, der wie eine Hülse über das Objektiv gestülpt ist, wurde das eigentliche Objektiv der A70 geschützt. Der NIKON Fischaugen Vorsatz, der beim Absturz an der Kamera befestigt war ist allerdings Schrott.


Nachdem ich das Gehäuse der Kamera entfernt hatte, wollte ich natürlich wissen ob noch Leben in dem Schrotthaufen war. Also habe ich ein Netzteil zur Stromversorgung angeschlossen, die Akkus liessen sich ja nicht mehr einsetzen da das ganze Batteriefach auseinandergeplatzt war.

Nach Betätigung des Einschaltknopfes mit einem Schraubendreher zeigte die Kamera doch tatsächlich das gewohnte Startbild auf dem Display und das Objektiv fuhr aus als ob nichts geschehen war.

 


Ich habe die Kamera dann vollständig zerlegt um festzustellen was noch zu reparieren war.

Das Gehäuse und Innenteile des Rahmens, sowie des Batteriefaches waren gebrochen bzw. verbogen.

Das Display funktionierte zwar noch, hatte aber in der rechten oberen Ecke einen ca. 1cm² gossen Defekt.

Das Potentiometer für den Zoomhebel war zerbrochen.  

 


Nachdem ich alle Teile so gut wie möglich gerichtet, bzw. wieder zusammengeklebt hatte, habe ich die Kamera dann wieder zusammengebaut. Na ja, funktioniert hat sie wieder, aber im Grunde war sie doch Schrott. Die Gehäuseteile passten nicht richtig zusammen, die Bedienungselemente waren schwergängig und das Display war ebenfalls nicht mehr voll funktionsfähig.

Also habe ich mir dann eine weitere defekte CANON A70 für 16,- Euro ersteigert und aus den beiden dann wieder eine gut aussehende, funktionsfähige A70 zusammengsetzt.

In der Zwischenzeit habe ich mir allerdings ein neues Rig #6 mit einer CANON A200 gebaut.


Links zu anderen KAPern und mehr findet Ihr in meinem Surfers Guide.

Für Fragen, Anregungen oder Erfahrungsaustausch stehe ich gerne zur Verfügung.

Über einen Eintrag in meinem Gästebuch würde ich mich sehr freuen.

Manfred
http://KAP-Man.de



Manfred